Fraktale: Fallen (Traps) 1




Wozu Fallen aufstellen?

Um Julia-Fraktale zu zeichnen, beobachtet man für jede Zahl eines Bereiches der komplexen Ebene beispielweise 100 Iterationen und färbt den Startpunkt entspechend seiner Endlage ein. Der Startwert ist dabei der konstante Wert c in der Iterationsformel. Nun kann man beispielweise einen Kreis oder ein anderes abgeschlossenes Gebiet (die Falle!) innerhalb der Definitionsmenge festlegen. Fällt während der Iteraion ein Punkt in das Gebiet, so wird die Iteration gestoppt. Der Startwert wird dann nach einer in der Falle gültigen Regel eingefärbt. Wenn die Falle zum Beispiel ein Kreis ist, so wird ein dieser Falle zugeordneter Farbwert (hue im HBS-Farbmodell) verwendet. Um dabei einen 3D-Effekt zu erhalten, würde man den Abstand vom Mittelpunkt bestimmen und die Helligkeit (brightness) um so größer wählen, je geringer der Abstand zum Mittelpunkt ist.
Im Bild links sind insgesamt 15 Fallen aufgestellt. Wenn ein Punkt in einer streifenförmigen Falle gefangen wird, so bestimmt der Abstand zur Mittellinie die Helligkeit des Farbtons. So kann man erreichen, dass der Farbton in der Mitte des abgebildeten Bereichs etwas heller ist, als der Rand.
Natürlich hat dieses Verfahren keinerlei mathemtischen Wert. Es geht allein um die Erzeugung ästhetisher Bilder! Das "Geheimnis" besteht daher nicht nur in der Iterationsformel sondern auch in der Wahl der Fallen und deren farbliche Auswirkung. Hier ist Ihre Phantsie gefragt. Ein Hinweis: Wählen Sie die Fallen nicht zu groß!
Nachfolgend finden Sie einige Beispiele inklusive Sketches. Beachten Sie, dass, wie schon zuvor, ein Linksklick mit Faktor 5 in das Bild zoomt. Ein Rechtsklick legt den konstanten Wert c für das Julia-Fraktal fest. Weil interessante c-Werte nur an den Rändern des Mandelbrot-Fraktals zu finden sind, kann man mit Taste m ein Mandelbrot-Fraktal zeichnen. Sehen Sie sich den Quellcode an, wenn Sie wissen wollen, welche weitere Funktionen die Sketche liefern.

Gitter-Kreise-Traps für Julia-Fraktale

Im ersten Beispiel werden "Fallen" ähnlich obigem Bild benutzt. Es sind aber im Gegensatz zu oben hier acht Gitterlinien und sechzehn Kreise in den Schnittbereichen der Gitterlinien. Die Farbtafel-Klasse lässt unzählige Einfärbungen zu. Experimentieren Sie auch mit anderen Farbzuordnungen. Die im Sketch benutzte Iteration für das Standard-Julia-Fraktal (z -> z2 + c mit erstem Bild) sollte ebenfalls variiert werden (z.B.: z -> z3 + c mit zweitem Bild).


Julia2TrappedGitterKreise


Julia3TrappedGitterKreise

Ringe-Kreise-Traps für Julia-Fraktale

Im zweiten Beispiel bestehen die Fallen aus mehreren konzentrischen Ringen und acht Kreisen. Die im Sketch benutzte Iteration für die Julia-Fraktale sind: z -> z3 + c und z -> z4 + c


Julia3TrappedRingeKreise


Julia4TrappedGitterKreise

Zurück